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Ein Zeugen Jehovas-Watchblog: kritisch, subjektiv, apostatisch

Archiv für die Kategorie “Wachtturm-Gesellschaft”

Der „treue und verständige Sklave“ – Gleichnis oder Prophezeiung?

Die Auslegung von Matthäus 24:45-47 bildet die wichtigste Grundlage der Wachtturm-Theologie.

Auf Bruderinfo.de verfolgen wir eine sehr interessante Diskussion, ausgehend von einem ausführlichen Artikel über die Auslegung des „treuen und verständigen Sklaven“.

Diese ganzen Bemühungen [das Missionswerk, Anm. d. Red.] sind auf eine Illusion gestützt, eine illusionäre Vorstellung, die zum “Grundeckstein” der Wachtturmreligion geworden ist, auf dem alles andere ruht; eine Vorstellung, die das Denken derer beherrscht und kontrolliert, die die Literatur verfassen, aber auch die der Zeugen, die sie lesen.

Ein interessanter Gedankengang: Was, wenn dieser für die Zeugen-Ideologie so wichtige Text keine Prophezeiung, sondern nur ein Gleichnis war? Warum wird der Paralleltext im Lukas-Evangelium nicht hinzugezogen? Stürzt da etwas ein ideologisches Kartenhaus in sich zusammen?

Es scheint so zu sein, das der selbsternannte Sklave, der sich als Mitteilungskanal Gottes positioniert hat, zwar immer wieder spekulative Daten nennt, wann der Herr kommt oder gekommen sein soll, aber in seinem Herzen selbst nicht daran glaubt.

Ein kluger, sehr lesenswerter Artikel, was genauso für die im Kommentarbereich entstandene Diskussion gilt. wtwatch empfiehlt: Das „Gleichnis“ vom „treuen und klugen“ Sklaven auf Bruderinfo.

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Warum das „neue Licht“ der Leitenden Körperschaft ein Schlag ins Gesicht aller Zeugen ist

Am 6. Oktober 2012 veröffentliche die sogenannte Leitende Körperschaft der Zeugen Jehovas, die offizielle Instanz für alle Glaubensfragen, neue Erkenntnisse bezüglich des „treuen und verständigen Sklaven“. Diese kommen einer Revolution gleich. Warum diese Entwicklung so einschneidend ist, was die Beweggründe sein könnten und weshalb dieser Angriff auf die eigenen Glaubensgeschwister die Organisation wohl kaum in ihren Grundfesten erschüttern wird.

Es ist schon sehr viel geschrieben worden bezüglich des „neuen Lichts“. Hier die Kurzfassung:

Der „treue und verständige Sklave“ (=Gottes irdisches Werkzeug, um seine Anbeter mit Informationen zu versorgen) ist nicht, wie jahrzehntelang gelehrt, der irdische Überrest der Gesalbten in seiner Gesamtheit (= Glaubensgeschwister mit himmlischer Hoffnung, von Gott ausgesucht, nach dem Tod mit ihm im Himmel zu dienen), sondern ausschließlich die sogenannte Leitende Körperschaft, eine Gruppe von Männern mit Sitz in Brooklyn, die für die Glaubenslehre der Zeugen Jehovas verantwortlich zeichnet. (Seriöse Quelle: Mitschrift und Protokoll des „Annual Meetings“ der leitenden Körperschaft)

BUMMS! Ein integraler Bestandteil der Glaubenslehre, das, was wir als ehemalige Zeugen, teils im Glauben aufgewachsen, mit der Muttermilch eingetrichtert bekommen haben – einfach weg. Nun wundert uns Abtrünnige, Ausgeschlossene und interessierte Zweifler gar nichts mehr. Immer dann, wenn die Wachtturm-Gesellschaft in Erklärungsnot kam, gab es ein neues Licht, zuletzt mit dem Eingeständnis, jetzt überhaupt gar nicht mehr zu wissen, wann und wo und wie Armageddon da sein wird.

Warum das „neue Licht“ ein Schlag ins Gesicht ist

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Die Wachtturm-Gesellschaft befürchtet katastrophale finanzielle Konsequenzen

Im Zuge des Candace-Conti-Urteils hat die Wachtturm-Gesellschaft jetzt die Befürchtung geäußert, die Zahlung einer Sicherheit über 17,3 Mio Eur könne sie ernsthaft in die Bredouille bringen:

Now the Society appears to be pleading poverty, implying that it cannot afford to produce the required $17.3 million dollars by way of surety without using property instead of cash. (Quelle)

Die Wachtturm-Gesellschaft behauptet also, grad nicht ganz so flüssig zu sein und bittet darum, ihre Gebäude als Sicherheiten verwenden zu können. Aus unserer Sicht ist das nichts anderes, als Justizpingpong seitens der Zeugen, und der lahme Versuch, sich aus der Verantwortung zu stehlen. Wie dem Rechnungsabschluss der Watch Tower Bible and Tract Society of Pennsylvania vom 31. August 1998 zu entnehmen ist, wurde das Rechnungsjahr 1997/98 mit einem Reinvermögen von über 604 Millionen US-$ eröffnet und mit mehr als 705 Millionen US-$ abgeschlossen – ein Zuwachs von über 100 Mio US-$ innerhalb eines Jahres. Nun mag das nicht repräsentativ für die letzten Jahre sein, viel schlechter dürfte es ihnen aber auch nicht gehen. Insider vermuten, dass die Wachtturm-Gesellschaft primär davon ausgeht, die Berufungsverhandlung zu gewinnen und deshalb Angst hat, das bereits ausgezahlte Geld nicht wieder zurückzubekommen.

Wir sind keine Juristen, das mag alles seine Richtigkeit haben. Aus menschlicher Sicht ist es jedoch nur ein weiterer Beweis, dass die Zeugen Jehovas in einer Liga sind mit der katholischen Kirche, was die Menschenverachtung betrifft.

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Verkündiger 2.0: Jehovas Zeugen jetzt „Bibellehrer“?

Als wir von wtwatch noch treue Zeugen Jehovas waren, hießen wir „Verkündiger“, kurz für „Verkündiger der guten Botschaft“. Beim routinemäßigen Scannen der Website der Zeugen Jehovas fiel uns dann Folgendes auf:

Auf der Startseite unter dem großen Teaserbild wird bei der Länderinfo nicht mehr von Verkündigern (wie es früher in den Jahrbüchern Usus war) gesprochen, sondern von „Bibellehrern“. Ist das offizielles neues Zeugensprech? Ist der Verkündiger aufgewertet worden zum Bibellehrer? Um sachdienliche Hinweise in den Kommentaren oder per Mail sind wir dankbar.

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