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Ein Zeugen Jehovas-Watchblog: kritisch, subjektiv, apostatisch

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Warum das „neue Licht“ der Leitenden Körperschaft ein Schlag ins Gesicht aller Zeugen ist

Am 6. Oktober 2012 veröffentliche die sogenannte Leitende Körperschaft der Zeugen Jehovas, die offizielle Instanz für alle Glaubensfragen, neue Erkenntnisse bezüglich des „treuen und verständigen Sklaven“. Diese kommen einer Revolution gleich. Warum diese Entwicklung so einschneidend ist, was die Beweggründe sein könnten und weshalb dieser Angriff auf die eigenen Glaubensgeschwister die Organisation wohl kaum in ihren Grundfesten erschüttern wird.

Es ist schon sehr viel geschrieben worden bezüglich des „neuen Lichts“. Hier die Kurzfassung:

Der „treue und verständige Sklave“ (=Gottes irdisches Werkzeug, um seine Anbeter mit Informationen zu versorgen) ist nicht, wie jahrzehntelang gelehrt, der irdische Überrest der Gesalbten in seiner Gesamtheit (= Glaubensgeschwister mit himmlischer Hoffnung, von Gott ausgesucht, nach dem Tod mit ihm im Himmel zu dienen), sondern ausschließlich die sogenannte Leitende Körperschaft, eine Gruppe von Männern mit Sitz in Brooklyn, die für die Glaubenslehre der Zeugen Jehovas verantwortlich zeichnet. (Seriöse Quelle: Mitschrift und Protokoll des „Annual Meetings“ der leitenden Körperschaft)

BUMMS! Ein integraler Bestandteil der Glaubenslehre, das, was wir als ehemalige Zeugen, teils im Glauben aufgewachsen, mit der Muttermilch eingetrichtert bekommen haben – einfach weg. Nun wundert uns Abtrünnige, Ausgeschlossene und interessierte Zweifler gar nichts mehr. Immer dann, wenn die Wachtturm-Gesellschaft in Erklärungsnot kam, gab es ein neues Licht, zuletzt mit dem Eingeständnis, jetzt überhaupt gar nicht mehr zu wissen, wann und wo und wie Armageddon da sein wird.

Warum das „neue Licht“ ein Schlag ins Gesicht ist

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Breaking News: Armageddon verschoben

Nachdem weder das Jahr 1975 oder wie sie alle hießen das herbeigesehnte Ende brachten, ist es wenig überraschend, dass auch für 2012 Armageddon unwahrscheinlicher wird. So interpretieren wir zumindest die Mittelung auf Seite 8 des Januar 2013-Wachtturms:

So viel Ehrlichkeit ist erstmal erfrischend – bis man kurz darüber nachdenkt, dass der unfassbaren Ausdauer der treuen Zeugen und der vielleicht damit verbundenen Enttäuschung (immerhin steht das „Ende“ seit nunmehr fast 100 Jahren unmittelbar bevor) gerade mal ein aufgemotzter Zweizeiler gewidmet wird. Das zeigt einerseits, dass man die immer weiter bröckelnde Hinhaltetaktik der Wachtturm-Gesellschaft so gut es geht, ohne viel Aufhebens, verschleiern möchte, andererseits, dass es immer offensichtlicher wird, dass die „Leitende Körperschaft“ keinen blassen Schimmer hat, was sie da eigentlich tut. Ein beruhigender Gedanke für uns Ehemalige und weitere Gewissheit, das Richtige getan zu haben.

Uns interessiert deine Meinung – was sagst du dazu? Bitte teile uns deine Gedanken in den Kommentaren mit!

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