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Ein Zeugen Jehovas-Watchblog: kritisch, subjektiv, apostatisch

Der „treue und verständige Sklave“ – Gleichnis oder Prophezeiung?

Die Auslegung von Matthäus 24:45-47 bildet die wichtigste Grundlage der Wachtturm-Theologie.

Auf Bruderinfo.de verfolgen wir eine sehr interessante Diskussion, ausgehend von einem ausführlichen Artikel über die Auslegung des „treuen und verständigen Sklaven“.

Diese ganzen Bemühungen [das Missionswerk, Anm. d. Red.] sind auf eine Illusion gestützt, eine illusionäre Vorstellung, die zum “Grundeckstein” der Wachtturmreligion geworden ist, auf dem alles andere ruht; eine Vorstellung, die das Denken derer beherrscht und kontrolliert, die die Literatur verfassen, aber auch die der Zeugen, die sie lesen.

Ein interessanter Gedankengang: Was, wenn dieser für die Zeugen-Ideologie so wichtige Text keine Prophezeiung, sondern nur ein Gleichnis war? Warum wird der Paralleltext im Lukas-Evangelium nicht hinzugezogen? Stürzt da etwas ein ideologisches Kartenhaus in sich zusammen?

Es scheint so zu sein, das der selbsternannte Sklave, der sich als Mitteilungskanal Gottes positioniert hat, zwar immer wieder spekulative Daten nennt, wann der Herr kommt oder gekommen sein soll, aber in seinem Herzen selbst nicht daran glaubt.

Ein kluger, sehr lesenswerter Artikel, was genauso für die im Kommentarbereich entstandene Diskussion gilt. wtwatch empfiehlt: Das „Gleichnis“ vom „treuen und klugen“ Sklaven auf Bruderinfo.

Uns interessiert deine Meinung – was sagst du dazu? Bitte teile uns deine Gedanken in den Kommentaren mit!

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2 Gedanken zu „Der „treue und verständige Sklave“ – Gleichnis oder Prophezeiung?

  1. Wolfgang Teumer sagte am :

    Ich möchte nur Fragen stellen:Was ist mit den neuerdings immer mehr werdenden über 9000 Überrestgliedern ?Haben die keine Funktion in leitender Position?Was tun die,was die „einfachen Brüder“nicht tunDer treue Sklave sollte doch mitreden ,wenn es um wichtige Themen geht!Wer wählt die Leitende Körperschaft,wenn nicht der Überrest?Wer verklärt und lobt immer den treuen Sklaven in den Publikationen,wenn nicht der Sklave stetig selbst?Noch viele Fragen ….

    • Uwe Schöning sagte am :

      Hallo, ich versuche hier so gut wie geht zu antworten:

      1. Die wachsende Zahl der Überrestglieder resultiert aus der Berufung der „Gesalbten“ – ob eine offizielle Erklärung diesbezüglich seitens der leitenden Körperschaft diesbezüglich erfolgt ist weiß ich nicht. Am Ende kann jeder von den Symbolen nehmen – ob er wirklich berufen wurde, wissen nur Gott und die Person allein. Aber der Zeugenlehre folgend müsste die Zahl der Teilnehmer (die die Symbole zu sich nehmen) sinken! Sollte die Zahl weiterhin wachsen, folgt hier möglicherweise noch eine Anpassung der Lehre, die den Zugang zum Himmel nicht mehr nur auf diesen gesalbten Überrest beschränkt. Wer weiß…

      2. Die Überrestglieder – war bisher die Lehre der Zeugen, dass die Gesamtheit der Gesalbten seit 33 u.Z. den sogenannten „Sklaven“ (= leitende Position) bilden, so wurde kürzlich eine Änderung dieser Lehre vorgenommen: der sogenannte Sklave setzt sich nicht mehr aus der Gesamtheit der Gesalbten zusammen, sondern ist einzig und allein durch die jeweilige leitende Körperschaft (wechselnde Besetzung) zusammengesetzt.Hiermit ist das offiziell belegt, was eigentlich indirekt schon lange praktiziert wurde: den restlichen Gesalbten wird das Mitspracherecht entzogen – nur der Sklave / die leitende Körperschaft darf den Inhalt der Zeugenlehre verfassen und jeder musst sich fügen.

      3. Die Überrestglieder machen nichts anderes als „normale“ Zeugen. Sie sind nur zur himmlischen Hoffnung berufen worden.

      4. Wer genau die leitende Körperschaft benannt hat, weiß ich nicht. Ich denke, dass seit Bildung dieser Körperschaft immer wieder neue Mitglieder durch die vorhandenen Mitglieder hinein gewählt wurden.

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